Kapitel 6
Der Taktikraum

5 Reaktoren | 15.000 Schuss | 1 Wrack

Die Fähre flog nun durch ein immer dichter werdendes Asteroidenfeld hindurch und wurde langsamer, als sie sich einem relativ großen Asteroiden näherten. Alle von der Seekrankheit Gebeutelten waren froh, als die Fähre zum Landeanflug ansetzte und die Anziehungskraft des Asteroiden einsetzte.

Taïrè manövrierte die Fähre vorsichtig an den scharfen Kanten des Kraterrandes im Sinkflug entlang. Die Sinkgeschwindigkeit erhöhte sich dabei recht schnell, so dass starker Gegenschub gegeben werden musste, um nicht auf dem Grund aufzuschlagen. Als Begründung gab Taïrè einen hohen Anteil des Asteroiden an metallhaltigen Erzen an. Auf dem Asteroiden herrschte somit fast die gleiche Gravitation wie auf Tronòc. Mike bestätigte dies, als er den Gravitationswert auf einer Konsole ablas. Diesen hohen Erzanteil besaßen viele Asteroiden hier in der Umgebung, von denen daher auch einige bergbautechnisch erschlossen wurden. Sie ließ Mike einen Funkkontakt zum sich auf dem anderen Schiff aufhaltenen Tom Greenhill herstellen, um sie anzukündigen.

»Auch wenn dieser Funkverkehr eventuell abgehört werden könnte: Nicht, dass wir hier noch beschossen werden«, rechtfertigte sie sich.

Auf dem Grund des Kraters angekommen, entdeckten sie dann ein im Schatten liegendes großes Schiffswrack. Die Fähre stoppte den Sinkflug einige Meter über dem Boden und sie flogen durch ein großes Loch, welches wohl einmal ein Tor eines Flugdecks gewesen sein könnte, in das Wrack hinein. Auch hier musste Taïrè aufpassen, damit die Außenhülle der Fähre nicht an den scharfzackigen Kanten der herunterhängenden Reste des Tors aufgeschlitzt wurde. Sie manövrierte die Fähre langsam hindurch und schaltete die Außenscheinwerfer am Bug an.

Die Sonne war jetzt hinter die Felszacken des Kraterrands gewandert und somit war es am Boden des Kraters schon relativ dunkel – und dunkel war es erst recht im Inneren des Wracks. Der Scheinwerferkegel reichte nicht so weit, um den gesamten Raum auszuleuchten. Wie Taïrè erklärte, war dies einmal tatsächlich das große Flugdeck eines tronischen Raumkreuzers gewesen. Und so konnten sie, als sie tiefer hineinflogen, am Rand des Flugdecks noch mehrere kleinere Wracks erkennen. Diese waren einmal Kampfjäger, wie Taïrè ergänzte. Am Ende des Flugdecks sahen sie dann ein größeres, noch intaktes, Schiff stehen.

Mike erkannte das Schiff sofort als das gestohlene Schiff wieder. »Das große Teil hast du hier aber sauber eingeparkt«, meinte er anerkennend zu Taïrè.

Sie lächelte und sagte: »Mit der Fähre hier ging es aber einfacher.« 

Sie flogen immer langsamer und Taïrè führte die Kurskorrekturen der Fähre nur noch mit minimalsten Bewegungen der Steuerknüppel aus. Mike musste einen Monitor auf eine Kamera an der ausgewählten Andockschleuse umschalten, so dass sie sehen konnte, wo sie andocken musste. Dank ihrer sanften Manöver dockten sie dann auch mit einem kaum merkbaren Ruck am anderen Schiff an. Die Ausbuchtung im Rumpf des größeren Schiffs war so gestaltet, dass diese die Fähre exakt aufnehmen konnte. Die Fähre gehörte also offensichtlich zum Schiff.

Bianca wurde plötzlich noch blasser, als sie als Rothaarige sowieso schon war. Als Anders sie fragte, was los sei, antwortete sie: »Ich bin leider, neben einem leichten Hang zur Seekrankheit, wie ich gerade wieder erfahren musste, auch ein wenig klaustrophobisch veranlagt. Die Vorstellung, hier in einer engen Blechkiste sitzen zu müssen, die in einer anderen engen Blechkiste steckt und um die herum sich auch noch Millionen Kubikkilometer luftleerer Raum befinden, verursacht in mir etwas Herzklopfen.« 

Anders legte einen Arm um sie und meinte, auf jeden Fall auf sie aufpassen zu wollen. Taé ergänzte, dass sie seit ihrer Gefangenschaft enge geschlossene Räume ebenfalls nicht mehr gut vertragen würde.

Als der Andockvorgang durch das Festsetzen der Andockklammern beendet war, leiteten Mike und Taïrè den Druckausgleich ein und fuhren nach und nach die Systeme der Fähre herunter. Langsam verstummte das Summen der Geräte und sie machten sich aufbruchbereit. Nachdem sich der Druckausgleich vollzogen hatte, öffneten sich die Schleusentüren der Fähre und ein wenig später auch die entsprechenden Türen des größeren Schiffs. Alle schnappten sich ihre Taschen oder Rucksäcke, Mike noch zusätzlich seine Gerätekiste, und sie gingen durch die Schleuse. Als sie die Schleuse hinter sich gelassen hatten, sahen sie plötzlich in den Lauf einer großen Waffe, die auf einem Stativ montiert war. Jean-Jacques zog seine Waffe und blieb erst einmal stehen.

Eine Stimme fragte: »Seid ihr das wirklich?« 

»Ja, ich bin es – und habe jemanden mitgebracht«, war die Antwort von Taïrè.

Tom Greenhill trat hinter einem Wandvorsprung hervor. Jean-Jacques steckte daraufhin seine Waffe zurück in das Holster. Tom sah älter aus als auf den Bildern, auf denen er zur Fahndung ausgeschrieben war. Dies konnte aber auch an einem struppigen Vollbart liegen, der ihm mittlerweile gewachsen war.

Er umarmte Taïrè, küsste sie auf den Mund und freute sich, dass sie wieder zurück gekommen war, ohne entdeckt oder festgenommen worden zu sein. Er schaute die an Bord gekommene Gruppe an. »Und ihr seid also jetzt die Gäste der Staatsfeinde Nummer eins und zwei oder zwei und eins! Willkommen an Bord!« 

Taïrè schloss die Schleusentüren und bat alle, ihr und Tom zur Brücke zu folgen. »Wir haben hier zwar ein Transportsystem aus sich horizontal und vertikal bewegenden Aufzügen an Bord, aber es funktioniert nicht – wie so vieles andere. Wir müssen daher leider laufen und auch unser Gepäck dorthin selber tragen«, ergänzte sie.

Auf dem Weg zur Brücke registrierte Mike, dass in den Gängen nur die schummrige Notbeleuchtung brannte; auch einige Konsolen an den Wänden und neben den Türen waren außer Betrieb. Sie hätten sich wohl verlaufen, wenn Taïrè und Tom sie nicht begleitet hätten. Die Brücke war recht weit von der Andockschleuse entfernt, so dass es ihnen wie ein endloser Fußmarsch vorkam. Für Mike sahen die spärlich beleuchteten Korridore außerdem alle gleich aus; er hatte das Gefühl, im Kreis zu laufen und niemals ankommen zu wollen. Als einer seiner ersten Aktivitäten musste er daher dringend die Aufzüge in Gang bringen.

Endlich hatten sie die Brücke erreicht. Auch hier war alles dunkel, bis auf die Notbeleuchtung und einige wenige sich in Betrieb befindliche Konsolen. Im hinteren Bereich lagen ein paar Sitzpolster auf dem Boden, neben denen noch mehrere Decken aufgestapelt waren.

»Hier schlaft ihr also?«, fragte Mike, als er die Polster und Decken sah.

»Leider ja. Die Brücke und ein paar wenige angrenzende Räume sind zur Zeit die einzig nutzbaren«, antwortete Tom resignierend. »Wir haben immerhin soviel aktivieren können, dass wir herfliegen konnten. Das blöde Schiff zeigt sich aber recht störrisch und weigert sich, weitere Systeme außer den jetzt laufenden aktivieren zu lassen. Dazu gehört auch der Zugang zu weiteren Decks, wie zum Beispiel zu den Quartieren. Wir bekommen daher die Kabinentüren nicht auf. Ich würde gerne auch ein bequemeres Nachtlager haben.« 

Mike packte ein paar Kabel und Geräte aus seiner großen Kiste aus und kümmerte sich sofort darum, Zugang zu den Schiffssystemen zu erhalten. Auf dem Boden wollte er nämlich nicht schlafen. Und obwohl er nach jahrzehntelanger Bildschirmarbeit – wie eigentlich alle dem Klischee entsprechenden Computerexperten – doch eher das trübe Halbdunkel bevorzugte, wollte er doch zumindest den anderen nicht zumuten, auch in diesem Dämmerlicht zu leben. Er musste innerlich lachen, da er wieder einmal alle Vorurteile bestätigte.

Er öffnete mit mehr oder weniger sanfter Gewalt eine Klappe unter einem Konsolentisch und leuchtete mit einer Taschenlampe in die Öffnung. Nach kurzer Prüfung der jetzt sichtbaren Anschlussbuchsen schloss er einen tragbaren Rechner mit mehreren Kabeln an einige Buchsen an. Danach rief er Nèřá zu sich, die ihm an den jetzt nach und nach aktivierten Brückenkonsolen assistieren sollte. Schon nach wenigen Minuten hatten sie ein Erfolgserlebnis zu verzeichnen. Die Deckenbeleuchtung wechselte vom Not- in den Normalmodus und es wurde schlagartig heller. Nach kurzer Zeit strömte außerdem aus den Lüftungsschlitzen der Klimaanlage deutlich frischer riechende Luft und weitere Brückenkonsolen erwachten zum Leben.

Mike teilte allen mit, was er bisher herausgefunden hatte: »Wir haben hier an Bord fünf CFR, also Kaltfusionsreaktoren, von denen aber derzeit nur einer läuft. Um etwas mehr Komfort in der Lebenserhaltung zu haben und um weitere Bereiche, wie Quartiere, und endlich auch die Aufzüge benutzen zu können, haben wir – Danke, Nèřá! – noch einen zweiten Reaktor hochfahren können.« 

Nèřá ging zu Mike und schaute ihn mit ihren großen blauen Augen an.

»Gern geschehen«, hauchte sie.

Sein Gesicht lief daraufhin leicht rötlich an. Verdammt! Er musste versuchen, sich dies irgendwie abzugewöhnen.

»Gute Arbeit«, lobte Taïrè. »wir hätten das nicht – und erst recht schon gar nicht so schnell – hin bekommen!« 

Mike schaute Taïrè an. »Mit nur einem aktiven Reaktor hier hergeflogen zu sein, war aber schon ganz schön grenzwertig; es ist ja noch einmal gut gegangen. Ihr habt recht clever euch einen Uplink zu einem Satelliten der Bergbaugesellschaft hergestellt, wobei die Verbindung durch das viele Blech hier außen herum recht wackelig ist. Hier muss noch etwas passieren, da wir ja Kontakt nach Tronòc brauchen. Ich schlage vor, eine Antenne an der Außenhaut des Wracks anzubringen oder irgend etwas anderes als Relaisstation zu verwenden. Euren Uplink werde ich noch etwas modifizieren. Die Idee mit dem Satelliten war, wie schon gesagt, nicht schlecht. Von dort aus geht es dann zukünftig über eine stark verschlüsselte Leitung zu einem Server des DIID auf Tronòc. Das heißt, alle Netzaktivitäten gehen über diesen Server. Das Gute daran ist, alle Nachverfolgungen enden bei diesem Server und alle denken, es geht von der DIID aus. Niemand wird mitbekommen, dass wir hier sitzen. So wie Andy mit seinen Treffpunkten hatte ich diese Konstruktion mal für den Fall der Fälle eingerichtet.« 

Wenig später hatten sie sich auch ein Bild von weiteren Funktionen des Schiffs machen können. Sie konnten die Lebenserhaltungssyteme des der Brücke am nächsten liegenden Quartierbereichs freischalten, so dass Taïrè und Tom endlich nicht mehr auf dem Boden schlafen mussten. Die Kabinen waren laut Schiffsplan außerdem viel größer als in den anderen Quartieren des Schiffes. Es musste sich dabei wohl um Offizierskabinen handeln. Eine Kabine war groß genug für zwei Personen, und so bekamen die Paare Taïrè und Tom sowie (auf ausdrücklichen Wunsch von Bianca) auch Bianca und Anders eine gemeinsame Kabine zugeteilt. Toĝòf erlaubte seiner Tochter noch nicht, dauerhaft mit Jean-Jacques zusammen zu wohnen, daher bekam die restliche Mannschaft jeweils Einzelkabinen zugeteilt.

»Alle mal herhören«, sagte Tom. »Jeder bezieht jetzt seine Kabine und wir treffen uns in einer Stunde wieder hier auf der Brücke.« 

Die Kabinen erinnerten tatsächlich entfernt an Hotelsuiten. Der zunächst augenfälligste Unterschied war allerdings die Koje, die für eine etwaige Schwerelosigkeit rundum gepolsterte Wände hatte und außerdem einige Gurte besaß. Es gab auch einen separaten großen Nasszellenbereich mit einer ebenfalls für Schwerelosigkeit geeigneten Vakuumtoilette sowie einer ebenfalls für Schwerelosigkeit geeigneten Duschkabine mir einer Rundum-Dusche. Einen großen Bereich des Raums nahm eine Sitzecke mit Couchtisch und Polstersesseln ein. Mike war der Ansicht, dass die Innenarchitekten keine schlechte Arbeit geleistet hatten und dass es in Bezug auf die Unterkunft tatsächlich wesentlich schlimmer hätte kommen können. Schon beim Gedanken daran, dass er vielleicht auf dem Boden hätte schlafen müssen, bekam er ein leichtes Zwicken im Rücken. Er nahm einige Geräte aus seiner großen Technikkiste, stellte sie auf den Tisch und schloss sie an.

Nach und nach stelle er Verbindungen zu den wichtigsten Schiffssystemen her, um in Falle eines Falles auch von seinem Quartier aus schnell eingreifen zu können. Schnell näherte sich der Zeitpunkt, an dem sie sich wieder auf der Brücke treffen wollten.

Dort angekommen, ging Mike sofort zu Tom.

Er war mit der derzeitigen Situation unzufrieden: »Die Sensoren geben kaum etwas Brauchbares her, wir benötigen daher dringend bessere ›Augen‹ und ›Ohren‹. Wenn also jemand unerwartet zu Besuch kommt, bekommen wir es erst dann mit, wenn derjenige über den Kraterrand schaut. Und das ist mir, ehrlich gesagt, viel zu spät. Hier müssen wir dringend etwas tun.« 

Tom sofort Vertrauen in den kleinen Asiaten gefasst, was technische Dinge betraf.

Er nickte. »Hier sind wir tatsächlich etwas ›blind‹«, bestätigte er.

Mike machte sich sogleich an die Arbeit und versuchte, die Schifssensoren neu auszurichten. Schon nach kurzer Zeit gab er aber wieder auf. Weiter als bis in den Hangar des Schiffswracks oder durch ein Loch in der Außenwand des Wracks bis zum Kraterrand reichten die Sensoren nicht. Er war frustriert, aber ihm fiel zur Zeit einfach keine Lösung für dieses Problem ein. So ließ er die Sensoren erst einmal, wie sie waren, und versuchte stattdessen, sie datentechnisch mit der Außenwelt zu verbinden. Taïrè und Tom hatten schon gut vorgearbeitet, und so setzte er seinen Plan in die Tat um, mehrere verschlüsselte Verbindungen hintereinander einzurichten und diese Strecke in einem von ihm betreuten Server im DIID-Zentralgebäude enden zu lassen. Er war überzeugt, dass sie nicht vorsichtig genug sein konnten.

Beim gemeinsamen Essen verkündete er den Abschluss seiner Arbeiten.

»Die Sensoren habe ich nicht hinbekommen, dafür sind wir aber jetzt netzwerkmäßig nach Tronòc verbunden. Der Uplink steht, wenn auch nicht allzu stabil und nur dann, wenn der Krater genau auf einen bestimmten Relaissatelliten zeigt. Das Zeitfenster ist etwa neunzig Minuten, danach ist dann wieder ein paar Stunden Funkstille. Ich habe auch die Terminals in euren Kabinen aktiviert, das heißt, ihr könnt jetzt also eure E-Mails abrufen und auch welche schreiben. Aber bitte nicht so etwas wie: Hallo Oma, mir geht es gut. Ich bin hier in einem Raumschiff auf einem Asteroiden! Und auch nicht bitte alle gleichzeitig, denn die Verbindung ist, wie gesagt, nicht besonders gut.« 

Erschöpft gingen alle nach dem Essen zu Bett. Jean-Jacques hatte vollkommen sein Zeitgefühl verloren und nur seine auf tronische Zentralzeit eingestellte Uhr verriet ihm, dass es schon spätnachts war. Tom freute sich über sein richtiges Bett und er war froh, nicht mehr auf dem Boden schlafen zu müssen.

Am nächsten Morgen – eigentlich war es schon um die Mittagszeit – begannen sie, nach einem kurzen Frühstück das Schiff zu erkunden. Mike hatte es geschafft, alle Bereiche des Schiffs mit Atemluft fluten zu können, so dass sie jetzt auch dorthin kamen, wo Taïrè und Tom noch nicht vorgedrungen waren.

Die Mannschaftsquartiere waren noch weitgehend im Rohbau, so dass Mike die Türen versiegelte und die Atemluft wieder aus den Räumen abzog. Am vollständigsten ausgestattet schienen noch die Offizierskabinen, die Offiziersmesse nebst Freizeitbereich und die Brücke, wenngleich auch dort noch vieles in seiner Originalverpackung herumstand oder -lag.

Neben den Mannschaftsquartieren stießen sie auf mehrere äußerst spartanisch ausgestattete Räume, die noch weniger Ausstattung als die Mannschaftsquartiere besaßen, obwohl sie schon einen sehr fertiggestellten Eindruck machten.

Taïrè stutzte, schaute sich um und dann Tom an. Er merkte, worauf sie hinauswollte.

»Sprich es aus!«, forderte er sie auf.

»Das sieht aus wie…« 

Sie stockte.

»Wie früher!« 

Bianca wollte wissen: »Wie was früher?« 

»Als die Nèk’h noch Sklaven waren?«, schloss Jean-Jacques seine Frage an.

Tom antwortete, begleitet von Taïrès heftigem Nicken: »Ja, genauso sieht es aus!« 

»Aber die Nekh sind doch gar keine Sklaven mehr!«, entrüstete sich Nèřá.

»Das ist schon richtig«, pflichtete Mike ihr bei. »Aber nicht bei diesen Leuten.« 

Bianca wurde wieder einmal blass und fragte: »In was sind wir hier bloß hineingeraten?« 

»Das«, sagte Anders, »müssen wir versuchen, herauszufinden.« 

Das Schiff besaß mehrere große Lagerräume, in denen sich recht viele Kisten mit Ausrüstungsgegenständen und – so wie es aussah – auch Munition befanden. Sie nahmen sich vor, in den nächsten Tagen eine Inventur des gesamten Lagerbestands durchzuführen und dies mit der von Mike im Schiffsrechner gefundenen Ausrüstungsliste abzugleichen.

»Einiges an Bord ist ja noch weniger als halbfertig. Hättet ihr mit dem Entwenden nicht noch etwas warten können?«, beschwerte sich Mike bei Taïrè und Tom.

Tom entgegnete: »Das wirst du schon hinbekommen!« 

Da die Kabinen soweit eingerichtet waren, dass man darin gut übernachten konnte, wollten sie sich als erstes die Brücke vornehmen. Taé und Nèřá hatten sich bereiterklärt, Mike auf der Brücke zu helfen. Die anderen zogen sich in einen benachbarten Konferenzraum zurück, damit Taïrè und Tom auf den neuesten Stand der Dinge nach ihrer Flocht von Tronòc gebracht werden konnten.

Drei Brückenkonsolen war noch in Luftpolsterfolie verpackt. Mike schnitt mit seinem Taschenmesser die Folie der Konsole auf, die sich neben dem Pilotensteuerstand befand. Nachdem er mehrere Lagen Folie mit Hilfe von Taé und Nèřá entfernt hatte, konnte er auch endlich die Beschriftung entziffern, die auf der Konsole angebracht war.

»Waffenkontrolle!«, stellte er fest. »Also die brauchen wir unbedingt, wenn wir uns verteidigen oder uns den Weg freischießen müssen!« 

Nacheinander befreiten sie noch zwei weitere Konsolen von ihrer Folienverpackung, die sich an der rückwärtigen Wand der Brücke befanden. Mike identifizierte diese als so genannte »Drohnenkontrollen«, die dazu dienten, unbemannte Flugkörper zu steuern. Laut der Inventarliste mussten sich an Bord fünf solche Drohnen befinden. Endlich sah er auch eine Möglichkeit, die Zuverlässigkeit ihrer Datenfunkstrecke deutlich verbessern zu können, indem er eine der Drohnen als Relaisstation einsetzen konnte. Drohnen konnten darüber hinaus auch dafür sorgen, dass sie die geforderten »besseren Augen« bekommen konnten.

Niemand wusste mehr, wer von ihnen angefangen hatte, aber nach einiger Zeit trampelten alle drei fröhlich auf den Folienbergen herum, um diesen immer merkwürdigere Knack- und Knallgeräusche zu entlocken.

Durch die Geräusche angelockt, steckte Jean-Jacques seinen Kopf durch die Tür herein.

Er lachte und meinte: »Wie die kleinen Kinder…!« 

»Hallo Jay Jay!«, sagte Mike und deutete auf die Konsolen. »Waffen und Drohnen! Müssen aber noch angeschlossen werden.« 

Gemeinsam stopften sie das gesamte Verpackungsmaterial in eine Kiste und Mike transportierte die Kiste in einen Lagerraum. Kurze Zeit später kam er mit einer anderen Kiste voller Kabel zurück.

Die Drohnenkonsolen waren relativ schnell durch mehrere dicke Kabelbäume mit den jeweiligen Anschlüssen verbunden, die sich hinter einer Wandverkleidung befunden hatten. Mike betätigte einen Schalter an der Rückseite und sofort erwachte der vorher grauschwarze Konsolenbildschirm zu buntem Leben. Da direkt an der Wand sowieso niemand darüber würde stolpern können, legten sie die Kabel einfach auf den Fußboden, anstatt sie ordentlich unter den Bodenplatten zu verlegen.

Etwas komplizierter gestaltete sich der Anschluss der sich mitten im Raum befindlichen Waffenkonsole. Mike hatte eine Art Hebegerät entdeckt und so hoben sie gemeinsam die Bodenplatten an, um dieses Mal das Kabel nicht als Stolperfalle verlegen zu müssen. Als Mike das Kabel an der Konsole anschließen wollte, begann er laut zu fluchen.

»Für diesen verdammten Mist brauchst du drei Hände! Kann mir mal jemand helfen?« 

»Nèřá kann dir assistieren«, antwortete Taé, die gerade damit beschäftigt war, die Kabel zu den Drohnenkonsolen mit gelb-schwarzem Klebeband zu umwickeln und mit Klammern am Boden zu befestigen, damit sie in der Schwerelosigkeit nicht umherschweben konnten.

Nèřá legte sich neben Mike unter die Konsole und er erläuterte ihr, was sie zu tun hatte: »Man muss hier die Klappe aufschieben, dann das Kabel richtig herum aufstecken und dann diese Muffe hochschieben und festhalten, ohne dass das Kabel wieder aus der Buchse herausrutscht. Was für eine dermaßen blöde Konstruktion!« 

Beim gemeinsamen Anschluss des Kabels lagen sie dann wieder einmal mehr auf- als nebeneinander. Mike spürte Nèřás Atem an seiner Wange. Mit dem, was sie ihm dann in sein Ohr flüsterte, hatte er allerdings überhaupt nicht gerechnet.

»Die Kleine lässt aber auch keinen Versuch aus, uns zu verkuppeln.« 

»Das ist mir ebenfalls nicht entgangen. Wäre das dann sooo schlimm?«, hörte Mike sich leise fragen und wunderte sich sofort über sich selbst.

Nèřá schaute ihm tief in die Augen und meinte: »Nein, aber wir sollten es ihr nicht zu einfach machen.« 

»Jaaah!«, lachte Mike so laut, dass Taé irritiert zu ihnen herüberblickte. Leiser fuhr er fort: »Mal sehen, was ihr noch so alles einfällt.« 

Nachdem die Brückenkonsolen verkabelt und getestet worden waren, unterzog Mike zusammen mit Nèřá, die für diesen Tag nicht mehr von seiner Seite weichen wollte, die verschiedenen Konferenzräume des Schiffs einer näheren Untersuchung. Besonders der größte Raum hatte es ihm angetan. Er besaß eine große Displaywand, einen großen Konferenztisch mit darin eingelassen tragbaren Rechnern, mehreren 3D-Projektoren sowie einem daran anschließenden Küchen- und Nasszellentrakt. Besser war nach Mikes Ansicht auch kein Konferenzraum in einem modernem Bürogebäude ausgestattet.

Während er mit Nèřá und Taé die Brücke verkabelt hatte, hatten die anderen beschlossen, tägliche Sitzungen durchzuführen, um ihr weiteres Vorgehen zu besprechen. Allen war klar, dass sie nicht für immer an Bord dieses Schiffes bleiben konnten. Mike schlug vor, den großen Konferenzraum für diese Sitzungen zu nehmen. Er war daher den Rest des Tages damit beschäftigt, die Technik des Raums vollständig in Betrieb zu nehmen.

Recht schnell hatte er auch einen Namen für den Raum gefunden. Offensichtlich sollte er dazu dienen, bei Kampfhandlungen taktische Planungen durchzuführen, den Offiziersstab als Sitzungsraum zu dienen oder Ähnliches. Mike nannte den Raum daher den »Taktikraum«.

Am Abend trafen sie sich dann zu ihrer ersten Sitzung im »Taktikraum«. Wiederum verursachte Taé ein kleines Durcheinander, als alle ihre Plätze einnahmen, so dass sich Nèřá wieder neben Mike setzen musste.

Nèřá beugte sich zu Mike und flüsterte ihm ins Ohr: »Sie kann es einfach nicht lassen…« 

Da langsam der mitgebrachte Proviant und die in der Fähre vorhandenen Notrationen langsam zur Neige gingen, wollten sie als nächstes eine Bestandsaufnahme der sich an Bord befindlichen Lebensmittel vornehmen. Außerdem sollte Mike sich die Küchentechnik näher ansehen, so dass sie sich eventuell auch frisches Essen zubereiten konnten.

Mike ging mit Nèřá in die sich an das Offizierskasino anschließende Hauptküche und sie nahmen sich nacheinander die Geräte vor.

Leider hatte die Bestandsaufnahme schon nach kurzer Zeit ergeben, dass sich nur sehr wenige Lebensmittel an Bord befanden. Wenigstens Mike hatte aber halbwegs gute Nachrichten zu verkünden.

»Durch das Hochfahren des zweiten CFR konnte jetzt auch der Proteinsequenzer in der Küche für ein schönes Stück ›Fleisch‹ mit ausreichend Energie versorgt und daher zum Laufen gebracht werden – und für die Gemüseliebhaber unter euch auch der Saccharin-Zellulose-Sequenzer. Das ist zwar nicht so ganz das, was ich mir unter ›gesundem und abwechslungsreichem‹ Essen vorstelle, aber mangels frischer Vorräte müssen wir uns zunächst damit begnügen. Besser als die Energieriegel aus den Notrationen ist es aber trotzdem. Eine weitere schlechte Nachricht habe ich darüber hinaus noch für alle Koffeinsüchtigen wie Jay Jay: es gibt nur diesen komischen Kunstkaffee an Bord!« 

Jean-Jacques schaute ihn zwar mit einem grimmigen Gesichtsausdruck an, erwiderte aber nichts.

Mehrere begeisterte »Köche«, darunter Mike, der die Programmierung der Sequenzer meisterhaft beherrschte, bereiteten daraufhin ein mehrgängiges Menü mit terranischen und tronischen Speisen vor. Bianca hatte mit dem vorhandenen Geschirr und Besteck versucht, eine festliche Tafel zu decken, was ihr auch Jean-Jacques’ Meinung nach sehr gut gelungen war. Besonders für Taïrè und Tom war es das erste richtige Essen seit langer Zeit und sie nahmen mehrmals Nachschlag.

Mike hatte noch das Aufzugssystem aktivieren können, so dass auch alle »Überfressenen«, wie er es ausdrückte, bequem zu ihren Quartieren gelangen konnten.

Für den darauffolgenden Tag hatten sie sich die Inventur der Waffen vorgenommen. Nach einem sehr üppigen Frühstück – Mike war sehr erleichtert, dass die Sequenzer einwandfrei funktionierten – teilen sie sich in Gruppen auf, um die Räume zu inspizieren, in denen die Waffen gelagert waren. Auch hier war das Ergebnis wiederum eher ernüchternd, wie Mike erklärte.

»Für die Bordkanonen haben wir ein paar Kisten mit Plasmageschossen, die ich noch an das automatische Fördersystem der Kanonen anschließen muss. Es gibt jeweils fünfzehntausend Schuss für beide Bug- und beide Heckkanonen. Das klingt jetzt viel, aber die Dinger können maximal dreitausend Schuss pro Minute abgeben. Bei maximaler Feuerkraft sind das also läppische fünf Minuten!« 

»Wir können also nur einmal richtig schießen und dann ist schon wieder Feierabend?«, fragte Jean-Jacques.

Tom antwortete: »Leider. Wir müssen uns also entweder ergeben oder uns etwas anderes ausdenken.« 

Zusätzlich fanden sie aber noch drei Kisten mit Handfeuerwaffen und Gewehren. Jeder bekam ein Gewehr zugeteilt und diejenigen, die keine DIID-Agents waren oder ihre Dienstwaffe nicht mitgenommen hatten, bekamen zusätzlich noch eine Handfeuerwaffe.

»Aber ich kann doch gar nicht damit umgehen!«, beschwerte sich Bianca, die ihr Gewehr von allen Seiten musterte.

Nachdem er mehrere Kisten mit Übungsmunition gefunden hatte, machte Mike den Vorschlag, in einem der leeren Lagerräume Schießtrainings durchzuführen.

Er ergänzte: »Ich bin in der Beziehung nämlich etwas eingerostet!« 

»Gute Idee!«, meinte Tom. »Wir müssen uns – vielleicht sehr bald – selbst verteidigen können. Ein wenig Training kann da nicht schaden.« 

Die Inspektion weiterer Lagerräume ergab leider nur gähnende Leere. Der am weitesten innen liegende Lagerraum sollte für die Schießtrainings hergerichtet werden. Obwohl sie Übungsmunition verwenden wollten, konnte auf diese Weise kein möglicher Querschläger die Außenhaut des Schiffes durchschlagen.

Jean-Jacques und Mike begannen, leere Kartons aus den anderen Lagerräumen zu holen und große Zielscheiben auf diese aufzumalen. Es sah zwar alles sehr improvisiert aus, aber es würde seinen Zweck erfüllen. Als nächstes brachten sie alle Waffen- und Munitionskisten in den Lagerraum.

Jean-Jacques nahm ein Gewehr aus einer Kiste, lud es mit Übungsmunition und feuerte auf einen Karton. Der Karton hatte daraufhin ein großes und leicht qualmendes Einschussloch. Gleichzeitig begann eine Alarmsirene schrill zu pfeifen. Mike nahm hektisch einen tragbaren Rechner aus einer Tasche.

»Neinneinnein, vielleicht sollten wir in diesem Raum erst einmal die Alarme deaktivieren!«, keuchte er.

Nach wenigen Sekunden war wieder Stille. Wieder hatte das Schiff eines seiner Geheimnisse preisgegeben; es gab also offenbar einen Alarm, wenn irgendwo geschossen wurde.

»Entschuldigung, Jay Jay, daran hätte ich vorher denken müssen!« 

Zu Mikes Erstaunen erwiderte Jean-Jacques: »Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Wer weiß, was für Überraschungen das Schiff noch für uns auf Lager hat.« 

Er konnte allerdings nicht ahnen, wie sehr sich dies noch bewahrheiten würde.

In der darauffolgenden täglichen Sitzung sprach Mike dann seinen Verdacht aus: »Es gibt eigentlich nur eine Erklärung: das Schiff sollte im Falle von kriegerischen Auseinandersetzungen als Kommandozentrale oder sogar als Unterkunft für den Kaiser dienen.« 

»Mit Nèk’h-Sklaven!«, ergänzte Jean-Jacques.

»Das wundert mich, ehrlich gesagt, ein wenig«, meinte Bianca. »Alle Volksgruppen sind doch jetzt gleichberechtigt.« 

»Aber nicht bei diesen Leuten«, wiederholte sich Mike.

»Wie kommt es dann, dass auch Nèk’h mit aktiv beteiligt waren – oder sind?«, wollte Tom wissen.

»Macht«, sagte Mike. »Der Schritt vom Sklaven zum Sklaventreiber ist nur ein ganz kleiner – aber jeder Sklave wird ihn versuchen.« 

Tom schaute Mike an und nickte. Dieser intelligente junge Mann gefiel ihm immer besser.

Bianca sprach nun aus, was ihrer Meinung nach eine mögliche Erklärung des Ganzen darstellen könnte.

»Ein Putsch zur Wiedereinrichtung der tronischen Monarchie bleibt damit also weiterhin das wahrscheinlichste Szenario.« 

»Nun gut«, stimmte Anders dem zu. »Damit haben wir jetzt das ›Warum‹, fehle nur noch das ›Wer‹!« 

»Nur noch!«, echote Jean-Jacques sarkastisch.

In diesem Punkt waren sie tatsächlich noch keinen Schritt weitergekommen. Um die Frustration nicht noch weiter zu steigern, schlug Tom vor, die Bedienung der verschiedenen Brückenkonsolen zu über. Mike hatte herausgefunden, dass man die Konsolen in eine Art ›Trainingsmodus‹ versetzen konnte. Vor allem um sich verteidigen zu können, wollten sie sich als erstes die Waffen- und Drohnensteuerung vornehmen. Die Drohnen selbst hatten sie noch nicht gefunden, aber es fehlte noch ein großes Lager mit anschließendem kleinen Hangarraum, welches sie noch nicht inspiziert hatten.

Wichtig war auch, eine Möglichkeit zu finden, schnell das Wrack verlassen zu können. Taïrè hatte leider beim Hineinfliegen das Tor des Flughangars berührt und aus der Verankerung gerissen, so dass es jetzt teilweise den Weg versperrte. Hier mussten sie sich denn im Ernstfall den Weg freischießen und die Reste beiseite schieben.

»Ist das nicht gefährlich für das Schiff?«, fragte Taé.

Mike antwortete: »Aber nein! Das muss das Boot abkön’n, Herr Kaleun!« 

Taé schaute ihn mit offenem Mund an. »Wie bitte?« 

»Oh, das ist ein Zitat aus einem alten deutschen Spielfilm über ein Unterseeboot. Kaleun ist die Abkürzung für Kapitänleutnant, das entspricht in etwa unserem Lieutenant Commander.« 

Tom lachte. Mike war für ihn immer noch ein Kindskopf, wenn auch ein sehr intelligenter und fachkompetenter Kindskopf.

Mike und Taïrè bekamen den Auftrag, die Drohnen zu suchen und auch in Betrieb zu nehmen; die anderen wollten mit den Schießtrainings beginnen.

Bei den Schießtrainings stellte sich Taé als ein Naturtalent bei der Benutzung von Handfeuerwaffen heraus. Ihr Vater hatte ihr schon genug beigebracht und sie brauchte nur ihre Technik weiter vervollkommnen. Mike hatte bei der Vorbereitung seiner Undercoveraktivitäten unter anderem ein Schießtraining bekommen und musste seine Kenntnisse nur etwas aufbessern. Bianca hatte nach anfänglichen Zögern gute Fortschritte im Bezug auf ihre Zielgenauigkeit gemacht und war vor allem deutlich weniger schreckhaft geworden. Sie rief nicht mehr jedes Mal laut »Huch!« bei einem Schuss. Dies hatte bei einer Trainingseinheit dazu geführt, dass Tom einen Lachkrampf bekam und das Training erst einmal abgebrochen werden musste.

Mike betrachtete die gesamte Technik des Schiffs mittlerweile als sein persönliches Eigentum. Da er immer mehr Systeme aktivieren konnte und hinter immer mehr technische Geheimnisse des Schiffs kam, hatte er von Tag zu Tag einen seligeren Gesichtsausdruck. Er sah aus wie ein glückliches Kind, welches jeden Tag ein neues und größeres Spielzeug geschenkt bekam.

Auch wenn einigen das Ganze mittlerweile wie ein Feriencamp vorkam, so war doch immer noch der Ernst der Lage zu spüren. Noch immer waren sie dabei, den zwei meistgesuchten Personen zu helfen, sich zu verstecken. Sie mussten aber Prioritäten setzen. Neben den Übungen auf der Brücke und den Schießtrainings wollten sie vor allem den Taktikraum für Recherchen zu nutzen, um an den Mörder von Toĝòfs Frau zu kommen. Vielleicht gelang es ihnen dabei auch, mehr über die Hintermänner des geplanten Putsches zu erfahren, da es irgendwie zusammenhing. Das Schiff funktionierte den Umständen entsprechend fast ohne größere Ausfälle, so dass die sich auf wichtigere Dinge konzentrieren konnten.